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Sonntag, 9. Oktober 2016

Herzliche Urlaubsgrüße

schicke ich euch von "unserer" Insel.
Radfahren, spazieren gehen oder im Strandkorb sitzen und Wellen gucken ... das könnte ich hier stundenlang ...
Es wird uns auf Wangerooge nicht langweilig und wir kommen wieder ...
Lesen und etwas handarbeiten; das mache ich im Urlaub natürlich auch gern.
Mein zweites Handtuch ist hier fertig geworden.
Zwar habe ich das erste noch nicht benutzt und ich weiß deshalb nicht, ob es praktisch ist. Notfalls ist das weiße dann halt nur Deko * schmunzel*
Teil 1 der sieben Schwestern von Lucinda Riley hatte ich hier vorgestellt. Teil 2 habe ich genauso gerne gelesen. Die zweitälteste Schwester Ally findet ihre Wurzeln in Norwegen.
Jetzt warte ich gespannt auf Teil 3, der im November erscheinen wird.

Ihr Lieben, ich habe mich über eure netten Zeilen zu meinem letzten Post sehr gefreut. Herzlichen Dank dafür!
Ich wünsche euch allen einen schönen Start in die neue Woche!
LG Beate

Sonntag, 11. September 2016

Gehäkeltes, Gestricktes und Gelesenes

Als erstes aber möchte ich mich bei euch für die wohlwollenden Worte zu meiner Häkelweste bedanken. Über jeden einzelnen Kommentar habe ich mich sehr gefreut.
Da wir schon seit Tagen bestes Wetter mit bis zu 10 Stunden Sonnenschein haben, bin ich in meiner freien Zeit gerne im Garten oder auf der Terrasse.
Genießt ihr das momentane Wetter auch so? Im September noch bis abends draußen gemütlich zu häkeln, stricken oder lesen --- das ist für mich wie Urlaub.
Klasse wäre, wenn es noch eine Weile so schön bleiben würde ...
Bevor ich aber wieder nach draußen verschwinde, zeige ich euch heute noch schnell, was in den letzten Tagen bei mir entstanden ist. Es ist nichts Besonderes, aber praktisch und ich brauche immer Nachschub. Außerdem muss ich mich beim Stricken und Häkeln nicht so konzentrieren ---- also gerade richtig, um zu entspannen.
Spülis verwende ich in der Küche nur noch; außerdem nehme ich sie immer gerne als kleines Mitbringsel. Auch beim Bad- oder Fensterputzen leisten  meine alten, die manchmal schon gestopft sind sie gute Dienste.
Bei diesen Gestrickten habe ich mit Nadel Nr. 5 vier Maschen angeschlagen und pro Reihe eine Masche zugenommen. Das Lochmuster entsteht jeweils durch Umschläge.
Das Muster der Gehäkelten ist einfach - lediglich nur eine feste Masche und ein Stäbchen im Wechsel. In der nächsten Reihe versetzt häkeln und es entsteht ein griffiges Muster.
Die Häkelherzen habe ich schon auf vielen eurer Blogs immer wieder bewundert. Bei Ribbelmonster habe ich eine einfache Anleitung gefunden.
Klappentext:
"Fergus wächst mit sechs Brüdern in schwierigen Verhältnissen in Dublin auf. Schon als Kind liebt er Glasmurmeln. Für ihn sind sie schillernde Schätze, die ihn sein ganzes Leben lang begleiten. Über Jahrzehnte baut er sich eine beeindruckende Sammlung auf, von der jedoch niemand weiß. Als Fergus einen Schlaganfall hat, beginnt er zu vergessen.
Da findet seine Tochter seine Murmelsammlung. Sabrina ist überrascht, dass ihr oft harter, distanzierter Vater sich so für die bezaubernden kleinen Glaskugeln begeistert hat. Als sie feststellt, dass die wertvollsten Stücke aus der Sammlung fehlen, macht sie sich auf die Suche danach - ohne zu ahnen, dass dies ihr ganzes Leben verändern wird."
Spricht euch der Klappentext an?
Von der irischen Autorin Cecilia Ahern habe ich bisher noch kein Buch gelesen. Der Glasmurmelsammler ist eine Familiengeschichte, besonders die Vater-Tochter-Beziehung steht im Vordergrund. Der Vater führt ein Doppelleben. Im Roman wird zwischen den Erinnerungen des Vaters und der Gegenwart der Tochter hin- und hergesprungen. Anfangs war ich gedanklich verwirrt, aus welcher Perspektive gerade erzählt wird.
So richtig spannend fand ich das Buch zwar nicht, aber inhaltlich war auch nichts vorhersehbar. Ich bereue  nicht, es gelesen zu haben. Es war ein Buch zum Entspannen, ein guter Zeitvertreib. Das Ende ist offen und es bleibt mir die Frage: Wie gut kennen wir die Menschen, die wir lieben?
Vielleicht habt ihr Lust, den Roman ebenfalls zu lesen.

 
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag
und eine neue Woche mit Dauersonnenschein!

Liebe Grüße
Beate

verlinkt bei Nicole/niwibo

Mittwoch, 27. Januar 2016

Buch des Monats Januar

Auch 2016 gibt es bei Nicole/niwibo wieder die schöne Aktion "Buch des Monats".



Heute stelle ich euch mal eine ganz andere Lektüre vor als ihr sonst von mir gewohnt seid.


David Safier ist bekannt für seine lustigen Bücher mit seinen schrägen Einfällen. 
Noch genau erinnere ich mich an "Mieses Karma“, „Jesus liebt mich“ oder „Plötzlich Shakespeare“.

"28 Tage lang" ist nicht lustig. Safier beschreibt hier die Grausamkeiten im Warschauer Ghetto 1943.





Mira, die Protagonistin, bringt sich, ihre Mutter und ihre kleine Schwester Hannah durch den harten Alltag, indem sie unter Einsatz ihres Lebens Essen schmuggelt.
Doch von Tag zu Tag wird es schwerer an Essen zu kommen und Gerüchte gehen um, dass die Nazis bald alle Juden in den Osten transportieren werden. Mira schließt sich dem Widerstand an. Der Ghettoaufstand hat keine Chance, kann aber der Übermacht der SS 28 Tage lang trotzen.

Safier schreibt den Roman aus der Sicht eines 16-jährigen Mädchens. Mira ist eine tapfere Kämpferin, aber sie hat auch ganz normale Jungmädchengedanken durch ihre Zuneigung zu zwei sehr unterschiedlichen jungen Männern.
Taschenbuch          416 Seiten        Verlag:rororo       9,99 €
Mein Fazit:
Das Buch ist keine leichte Kost und nicht als Bettlektüre geeignet. Es läßt sich schnell lesen und es hat mich sehr berührt. Beim Lesen habe ich immer gehofft, dass alle überleben.
Safier hat sich nah an die tatsächlichen Ereignisse im Ghetto gehalten, aber Mira, ihre Familie und Freunde sind fiktive Personen. Echte historische Personen, wie der Schriftsteller und Waisenhausdirektor Janusz Korczak und der Vorsitzenden des Judenrates Adam Czerniakow kommen auch vor. Da ich die historisch überlieferten Ereignisse (mehr oder weniger gut) kenne, ist der Roman  für mich auch geschichtlich interessant. 
Die Handlung wird dadurch  noch eindringlicher und erschüttender und ich bin wieder schockiert über die perfiden Grausamkeiten und Gräueltaten der NS-Zeit.
Ich möchte euch das Buch sehr empfehlen.

Zum Schluss noch etwas Genähtes aus Filz:
Einkaufswagen-Chip-Täschchen kann man immer gebrauchen. Griffbereit am Schlüsselbund muss man dann nicht mehr nach der 1 €-Münze suchen.
Die Täschchen sind im Handumdrehen genäht und entstehen so nebenbei. 
Mein Prototyp ist allerdings etwas klein geraten, in etwas größerem Format  kann man den Chip leichter herausholen.  
Die beiden größeren habe ich schon verschenkt, das kleinere muss ich selbst behalten ;-)















Lieben Dank für eure netten, anerkennenden Worte in den vielen Kommentaren. Auch meine neuen Leserinnen begrüße ich ganz, ganz herzlich.
Ich hoffe, dass ihr alle weiterhin gerne bei mir mitlest und eure Meinung sagt.

Herzliche Grüße und eine schöne Woche wünscht euch allen
Beate

Mittwoch, 25. November 2015

Buch des Monats November

Sucht ihr noch eine Buchgeschenk-Idee für Weihnachten oder möchtet ihr selbst mal wieder ein unterhaltsames Buch lesen? Dann gefällt euch vielleicht mein Buchtipp des Monats November, mit dem ich mich auch wieder an Nicoles schöner Aktion beteilige.
"Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion ist ein - etwas anderer - Liebesroman.
Der Protagonist Don Tillmann ist 39 Jahre alt und ein außergewöhnlicher Mensch mit autistischen Zügen.
Nichts wird dem Zufall überlassen, da unvorhergesehene Situationen ihn überfordern.
Seine Kleidung, seinen Speise-Wochenplan, seine Einkäufe, alles ist perfekt organisiert. „Ich trinke niemals Kaffee nach 15:48 Uhr. Es würde meinen Schlaf beeinträchtigen."
Um sich gesund zu ernähren und gleichzeitig Zeit und kognitive Ressourcen zu sparen, kocht er jede Woche die gleichen Mahlzeiten. Dinge, die unproduktiv oder nicht effektiv sind, streicht er aus dem Terminkalender.
Der Genetik-Professor Tillmann kann Gefühle und Emotionen zwar analysieren, aber leider nicht selber ausdrücken. Im Umgang mit anderen Menschen hat Don Probleme; er hat nur zwei Freunde. Natürlich möchte er gerne eine Partnerin haben, aber er hat es noch nie über ein erstes Date hinaus geschafft.

Don Tillman findet sein Alleinsein unbefriedigend und beschließt zu heiraten. Er beginnt sein Ehefrauen-Projekt. Mit einem 16-seitigen Fragebogen möchte er alle unpassenden Frauen schon vor dem ersten Date aussieben und endlich die perfekte Frau finden - eine, die u.a. gerne Fahrrad fährt, nicht an Horoskope glaubt, nicht raucht, nicht trinkt, nicht unpünktlich oder Veganerin ist. Doch dann trifft er Rosie – Barkeeperin, Raucherin und die Unpünktlichkeit in Person.Trotzdem weckt Rosie sein Interesse als Genetiker, denn sie sucht ihren leiblichen Vater. Don beschließt, ihr zu helfen, jedoch gerät damit sein bisheriges, durchgeplantes Leben aus den Fugen ... 

Der Australier Graeme Simsion
war ursprünglich IT-Spezialist
und schreibt heute Romane.
Sein Debütroman "Das Rosie-Projekt"
wurde ein Bestseller.
Erscheinungsjahr: Dezember 2013
TB 9,99€


Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben. Dem Autor Graeme Simsion gelingt es dadurch, den Leser Dons Logik, die der von „normalen“ Menschen ziemlich fremd ist, verstehen und nachvollziehen zu lassen. Man denkt während des Lesens immer mal wieder darüber nach, was denn „normal“ ist. "Das Rosie Projekt" ist damit auch ein Plädoyer für Toleranz. Wie Don in seinem Vortrag sagt: „Das Asperger-Syndrom ist kein Defekt! Es ist eine Variante des Möglichen - vielleicht sogar ein erheblicher Vorteil. Das Asperger-Syndrom ist mit hoher Konzentrations- und Organisationsfähigkeit, innovativer Denkweise und rationaler Distanziertheit verbunden".
Ich persönlich habe noch nie einen Roman mit einer solchen Hauptfigur gelesen. Neu und witzig!
(Anmerkung: Im wahren Leben ist Autismus aber alles andere als witzig und im Roman werden die problematischen Bereiche ausgeklammert. Aber ich sehe das Buch nicht als Wissensquelle über Autismus, sondern möchte einen unterhaltsamen Roman lesen.)
"Das Rosie-Projekt"ließ mich das eine oder andere Mal schmunzeln, aber brachte mich doch auch zum Nachdenken.

Mein Fazit: Schmökerempfehlung.
         

P.S.: Es gibt eine Fortsetzung. Im "Rosie-Effekt" wird die Geschichte von Rosie und Don weitererzählt. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden weitergeht und werde mir das Buch auch besorgen (Erstveröffentlichung: September 2014).

Entdeckt ihr die kleine Schildkröte, die man fürs Reinigen von Bildschirmen von PCs, Tablets, Ebook Readern benutzen kann? Im Sommer habe ich sie schon auf mehreren Blogs entdeckt. Ist sie nicht putzig? Außerdem ist sie praktisch, denn Staub und Fingerabdrücke gibt es auf dem Bildschirm ja immer :-)
Die Anleitung habe ich von hier.

Herzliche Grüße
Beate 

Dienstag, 22. September 2015

Buch und Bügeltäschchen des Monats ;-)

"Interessieren Sie sich für Kunst?" "Waren Sie schon einmal in Worpswede?" fragte mich die Buchhändlerin, nachdem ich sie um eine Buchempfehlung gebeten hatte.
Oh ja, ich war sogar schon 2x in der kleinen niedersächsischen Gemeinde in der Nähe von Bremen und ich kenne auch das wohl bekannteste Werk des Worpsweder Künstlers Heinrich Vogeler, "Das Konzert".
Von  Klaus Modick habe ich schon etwas gelesen ... also kaufte ich das Buch ...
Zum Inhalt:
Anfang der 1900-Jahre lebten viele Künstler, z.B. Heinrich Vogeler, Paula Modersohn-Becker, Otto Modersohn, Clara Rilke-Westhoff und Rainer Maria Rilke in Worpswede.
Gegenstand von Modicks Roman ist das Zusammenleben der Künstler an drei Tagen im Juni 1905. Erzählt wird aus der (angenommenen ) Sicht Vogelers.
Es geht um Freundschafts- und Liebschaftsbeziehungen der Mitglieder der Künstlerkolonie.
Das berühmte Bild Heinrich Vogelers "Das Konzert (auch genannt der Sommerabend)", an dem er insgesamt 5 Jahre arbeitete, steht im Mittelpunkt des Romans:
Am Ende hat Vogeler sich mit Rilke verkracht und so hat er den Dichter aus dem Bild herausgenommen. Auf der linken Seite ist nur noch der leere Stuhl zu sehen zwischen Clara und Paula - Konzert ohne Dichter also.

Meine Meinung:
Ich finde das Buch lesenswert.
Manches, was ich von meinen Worpswede-Besuchen als Fakten noch weiß, erfüllt der Roman jetzt mit Leben.
Am Anfang allerdings verwirrten mich die Erinnerungen und Rückblenden Vogelers; und ich wusste oft nicht, in welcher Zeit er sich gerade befindet.
Je mehr ich dann aber gelesen habe, desto mehr bin ich in den Roman eingetaucht.
Nett, dass das Gemälde auf der Innenseite des Buches abgebildet ist, so konnte ich immer wieder nachsehen, wovon Vogeler spricht.
Interessant auch die Rolle der Frau zur Jahrhundertwende, als es nicht üblich war, dass Frauen Künstlerinnen sind. So wurde Paula Modersohn-Becker z.B. abwertend "Malweib"genannt.

Mit dem Buch gehe ich wieder zu Nicoles Aktion "Buch des Monats".


Außerdem möchte ich euch zum Schluss noch dieses Bügeltäschchen zeigen. Genäht habe ich es nach der Anleitung "Beauty Bag von Bea".

Es ist mein erstes Täschchen dieser Art, aber  bestimmt nicht mein letztes ...

Herzliche Grüße
Beate

Dienstag, 21. Juli 2015

Urlaubslektüre-Tipp

Morgen gibt es auch in Niedersachsen endlich Sommerferien. *freu, freu, freu*
Sicherlich ist noch einiges aufzuräumen, zu erledigen, ..., aber es ist auch Zeit, um auszuruhen, zu entspannen und ein schönes Buch zu lesen.
Möchtet ihr einen Urlaubslektüre-Tipp?
Randi Crott (geb.1951) ist Tochter einer Norwegerin und eines Deutschen.
Erst als 18-jährige erfährt sie von ihrer Mutter Lillian, dass sie väterlicherseits jüdische Wurzeln hat und ihre Familie im Konzentrationslager ums Leben kam. Ihr Vater galt im Dritten Reich als Halbjude, konnte aber durch seinen Dienst in der Wehmacht seine Herkunft verschleiern.
Helmut Crott wollte nie über seine Vergangenheit sprechen, aber Randis Mutter erzählte ihr 1969 alles, gegen den erklärten Willen des Vaters. Gleischzeitig beschwor sie sie: "Erzähl es niemandem".
Erst 2009 nach dem Tod des Vaters begann Randi Crott gemeinsam mit ihrer Mutter
Lillian Crott Berthung die Geschichte ihrer Familie zu erforschen und aufzuschreiben.





288 Seiten
Taschenbuchausgabe 9,99 €
Dumont Buchverlag, 2012
ISBN 978-3-8321-9230-6









Im Roman geht es um die Zeit von 1949 bis 2012.
Randi Crott hat die Liebesgeschichte ihrer Eltern rekonstruiert, die unter den allerschwersten Bedingungen um ihre Liebe kämpfen mussten.
Eigentlich ist das Buch für mich aber kein herkömmlicher Roman, sondern eine Zusammenfügung von Erinnerungen. Mal ist ein Brief von damals abgedruckt, dann geht es um Zeitgeschehen der Besetzung Norwegens durch die Deutschen im 2. Weltkrieg und dann auch um Erinnerungen der Liebe, die Lillian von damals hat.
"Erzähl es niemandem" ist es eine ergreifende Lebensgeschichte. Trotzdem ist es m.E. nicht nur ein Buch für Frauen.
Mich hat der Roman tief berührt, er ist spannend und interessant geschrieben. Bisher wusste ich wenig über die deutsche Besetzung Norwegens.
Eigentlich mochte ich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen.




Mit meinem Buchtipp gehe ich auch wieder zu
Nicoles schöner Aktion "Buch des Monats".
Dort findet ihr viele weitere Leseempfehlungen.
Dann möchte ich euch noch dieses kleine Utensilo zeigen.
Ich werde es mit einem Blümchen drin verschenken, aber genauso gut passt auch Süßes, ... hinein. Ein schnelles, hübsches Geschenk, oder?
Ich wünsche euch allen schöne Sommertage. Bis demnächst!
Beate

Montag, 16. März 2015

Buch des Monats März

Ich lese gern historische Romane und möchte euch  "Das Marzipanmädchen" von Lena Johannson vorstellen.

Klappentext:
Lübeck, Marzipan und das Geheimnis einer Familie
Lübeck im Jahre 1870. 
Die junge Marie Kröger hat nur einen Traum: Sie will einmal Tänzerin weren. Doch als ihr Bruder ums Leben kommt, soll sie die väterliche Konditorei übernehmen. Schweren Herzens fügt sich Marie dem Willen des schwerkranken Vaters und meint doch manchmal an der Aufgabe zu verzweifeln. Als die Konditorei kurz vor dem Ruin steht, besinnt sich Marie auf das geheimnisvolle Marzipanrezept, das sich seit Generationen im Besitz ihrer Familie befindet. Nur sie weiß, wo ihr verstorbener Bruder dieses aufbewahrt hat. Kann das Rezept Marie und die Konditorei retten?

Obwohl das Buch hauptsächlich eine Liebesgeschichte ist, fand ich doch Interessantes aus der Zeit von damals, das mich nachdenken ließ. Ein Magen-Darm-Infekt auf einer Schiffsreise beispielsweise konnte zu dieser Zeit noch ein Todesurteil bedeuten, das 'Schaufenster' wurde als verkaufsfördernd entdeckt, ....
"Das Marzipanmädchen" ist auch eine Geschichte über die Entwicklung der Industrie und des Handels Ende des 19. Jahrhunderts. 
Aufschlussreich beschreibt Johannson, dass der technische Fortschritt mit den Maschinen für das Handwerk nicht immer von Nutzen war. Auch ernste Probleme, wie die Soziale Frage, die schlechte Unterbringung der Fabrikarbeiter, ... werden nicht ausgeklammert. 

Marie Hansen, verw. Andresen, geb. Kröger zeigt Fürsorge für die Arbeiter ihres Betriebes und unternimmt außerdem einiges, um die Not der unteren Gesellschaftsschichten in Lübeck zu lindern. Sie hat viele kreative Ideen, ist Neuem gegenüber aufgeschlossen und setzt sich über zahlreiche Konventionen ihrer Zeit hinweg.
Im Laufe des Romans entwickelt sich Marie vom naiven, jungen Mädchen zu einer engagierten, verantwortungsbewussten Geschäftsfrau.

Taschenbuch, Knaur-Verlag
448 Seiten
ISBN: 978-3-426-63766-1
8,99 €





Lena Johannson hat eine spannende Geschichte geschrieben, die mir einen interessanten Einblick in die Marzipanherstellung Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts gab. Überhaupt schreibt Johannson so authentisch, dass ich Lust bekommen habe, Lübeck und Travemünde zu besuchen . Gibt es die Beckergrube, Engelsgasse, Vorderreihe in Travemünde? Mit welcher Familie kann man das berühmte Lübecker Marzipan verbinden? Wie ist die Geschichte des Elbe-Lübeck-Kanals?




  Mir hat der Roman unterhaltsame Lesestunden beschert,
  deshalb verlinke ich diesen Beitrag auch bei Nicole als Buch des Monats März.




Das Wetter ist heute wunderschön.

Wir grüßen euch
und wünschen allen eine Woche mit viel Sonnenschein.
Beate                             


                          

Sonntag, 19. Oktober 2014

Mein Buchtipp im Oktober

Bei Nicole kann man auch im Oktober wieder sein “Buch des Monats” vorstellen. Ich möchte mich  mit dem Roman "Klack" von Klaus Modick beteiligen.
Modick wurde 1951 in Oldenburg geboren. Er studierte Germanistik, Geschichte und Pädagogik und arbeitete in verschiedenen Berufen, u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller.

Zum Inhalt:
Der Ich-Erzähler Markus findet beim Aufräumen auf dem Dachboden alte, matt gewordenen Fotos, die er als 15-jähriger mit seiner Kamera "Agfa Klack" gemacht hatte. Teilweise sind es unscharfe, verwackelte und für Außenstehende völlig nichtssagende Bilder. Bei Markus aber werden Erinnerungen wieder lebendig , als er die Fotos betrachtet.

Anhand der Fotos erzählt Klaus Modick von Markus, der sich in Clarissa, die Tochter des Nachbarn und Eisdielenbesitzers Herrn Tinotti verliebt. Der Leser macht eine Zeitreise durch die 1960-er Jahre: Man kaufte sich einen Fernseher, sah die Tagesschau mit Karl-Heinz-Köpke. Die Familie hortete Lebensmitteln in Dosen im Keller, um bei einem eventuellen Krieg nicht hungern zu müssen.Markus' Oma, die die Ansichten vieler der damaligen Zeit teilt, ist misstrauisch gegenüber Italienern, denen sie nicht über den Weg traut und die sie als „Spaghettifresser“ bezeichnet. Modick erzählt von Vätern und ihren Kriegserlebnissen in Rußland, Mauerbau und Kubakrise. Die Mutter bereitet sonntags im Dralonkitteln falschen Hasen mit Leipziger Allerlei zu. Der pubertäre Markus beobachtet die Raupenbahn auf dem Jahrmarkt, wo sich bei laufender Fahrt eine grüne Plane über die Wagen senkt und die Fahrgäste vor den Blicken der anderen verbirgt...  


Mein Fazit:
Die schriftstellerische Idee, mit Fotos zu erklären, welche Gedanken Markus durch den Kopf gehen, finde ich interessant.
Das Buch lässt sich leicht lesen. Vielleicht ist es in gewisser Weise auch ein Jugendbuch, da Modick Probleme des Erwachsenwerdens thematisiert. Für mich unterhaltsamer ist aber der Rückblick auf politischen Ereignisse, technische Neuerungen und Ansichten, die man in den 1960er-Jahren hatte. 
In meinem Kopf entstanden Bilder und während ich las, dachte ich manchmal: „Ja, so war es damals".
Klack
                                                         


Verlag: Kiepenhauer & Wisch
                                                    
Erscheinungsdatum: 14. Februar 2013
                                                                    
ISBN-Nummer: 978-3462045154
                                                                   
Preis:17,99 €.






Das Wetter war gestern so schön, da habe ich bei Sonnenschein die Äpfel vom Baum geplückt. In diesem Jahr muss ich mir über ihre richtige Lagerung keine Sorgen machen, war die Ernte doch nur ganz klein... Auch Vögel haben unsere leckeren Äpfel im Garten entdeckt...






Ein wenig bin ich mit meinem Tischläufer-Projekt weiter gekommen, aber fertig ist er noch lange nicht.



Einen schönen erholsamen Sonntag wünscht allen im Bloggerland
Beate

Samstag, 16. August 2014

Mein Buchtipp im August

Leider ist das Wetter nicht mehr ganz so beständig , aber bei uns lässt sich heute die Sonne doch schon seit ein paar Stunden sehen.
In einigen Bundesländern sind noch Ferien und für mich ist Urlaubszeit auch Lesezeit. Deshalb möchte ich heute mal wieder an Nicoles Aktion "Buch des Monats" teilnehmen.
Geht es euch auch manchmal so, dass euch schon das Titelbild eines Buches anspricht?
Als Patchworkerin kenne ich den VW-Bulli-Motiv-Stoff.
Mein Buchtipp ist diesmal typische "Frauenlektüre".

Klappentext:
Ciao Bella - hier wartet das Glück!
Laura, Margot und Sabine haben eines gemeinsam: gute Gründe, dem Alltag für einige Zeit zu entfliehen! Und sie alle haben dasselbe Ziel: Bella Italia. Als sie einander zufällig auf dem Weg nach Süden begegnen, beschließen sie spontan, zusammen weiterzufahren. In Margots klappriges kleines Auto gequetscht beginnt eine abenteuerliche, chaotische Reise, bei der die drei vor einem privaten Ermittler flüchten, ein Verbrechen aufklären, sich mit Liebesdingen herumschlagen und noch viele andere Turbulenzen gemeinsam überstehen. Doch am Ende haben sie auf ihrer Suche nach dem Glück das Wichtigste im Leben gefunden: Freundschaft!
Das Buch lässt sich leicht lesen. Es bietet von allem etwas, ein bisschen Kriminalgeschichte und manchmal Lustiges, Komisches oder Nachdenkliches. Das Trio macht eine chaotische Reise, der Spannungsbogen wird immer wieder durch verschiedene Vorfälle aufrechterhalten.
Dorothea Böhne hat einen lockeren Schreibstil. Es hat mir Spaß gemacht, den Reiseerlebnissen der Frauen zu folgen und ich wollte unbedingt wissen, was die drei Frauen noch alles erwartet. Allerdings fand ich das Ende dann doch ein wenig überzogen.

Trotzdem, wenn ihr unterhaltsame Lektüre sucht, dieses Buch kann ich euch empfehlen.

Ich liebe Hortensien und so habe ich mal wieder eine Blüte für die Vase abgeschnitten.
Gerne möchte ich die Blüten ganz lange erhalten, auch getrocknet finde ich sie im Herbst schön. Nur leider verlieren sie immer ihre Farbe. Sind sie im frischen Zustand noch pinkfarben, so verblassen sie bei mir getrocknet zu altrosa.Vor Kurzem habe ich von der Konservierung mit Glycerinwasser gelesen. Hat es jemand schon mal gemacht? Ich will es mal ausprobieren. Dazu habe ich eine Lösung aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Glycerin aus der Apotheke angerührt. In dieses Gemisch habe ich die Hortensien gestellt. Nach Auskunft der Pflanzenexperten im Internet basiert der Trick darauf, dass die Hortensie das Glycerinwasser aufnimmt, es bis in die Blüten transportiert und dort in den Zellen einlagert. Das Wasser verdunstet, das Glycerin bleibt aber in der Blüte erhalten und konserviert sie. Die Blüten sollen sich weich und geschmeidig anfühlen und die Farbe soll erstaunlich gut erhalten bleiben.
Mal schauen, ob es klappt. Ich werde hier berichten.

Herzliche Grüße! 
Beate


Mittwoch, 19. Februar 2014

Mein Buchtipp im Februar

Ich möchte heute das erste Mal an Nicoles Aktion "Buch des Monats" teilnehmen.
Jeder kann einmal im Monat ein Buch vorstellen und hier kommt mein Tipp:
Anne Gesthuysen schreibt in ihrem ersten Roman "Wir sind doch Schwestern" die Geschichte ihrer drei Großtanten auf. Sie beruft sich dabei auf alte, im Familienbesitz befindliche Dokumente, auf mündliche Überlieferungen aus der Verwandschaft sowie auf  ihre eigenen Erinnerungen.

Die drei betagten Schwestern sind zusammen 282 Jahre alt. 
Katty räumt ein Zimmer auf, weil ihre Schwestern erwartet werden, denn der 100. Geburtstag ihrer ältesten Schwester Gertrud steht an. Dabei entdeckt sie einen alten Ordner, den sie eigentlich schon vor langer Zeit vernichten sollte. Erinnerungen tauchen auf.

Im Roman gibt es stetig Rückblenden von den Geburtstagsvorbereitungen in das vergangene 20. Jahrhundert, was aber den Lesefluss m.E. nicht stört. Anne Gesthuysen lässt Ereignisse während der Kriegs- und Nachkriegszeit lebendig werden. Der damals herrschenden Moral mussten die drei Frauen ihr persönliches Glück unterordnen.

Das Buch ist leicht und schnell zu lesen.Wer gerne häufiger mal schmunzelt, aber auch Nachdenkenswertes braucht, dem sei das Lesen empfohlen.

Aber ich möchte heute nicht nur einen Buchtipp loswerden. Ganz schnell zeige ich noch mein neuestes Projekt, das ich gestern angefangen habe:




Es soll ein richtig großes Tuch werden; mal schauen, wie lange das Stricken dauern wird.
Nur -  "so nebenbei" stricken kann ich es nicht, die Muster erfordern bei mir Konzentation.
 

 



Herzliche Grüße
Beate