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Sonntag, 14. August 2016

Buchtipp und Lesezeichen

Wie schon im letzen Post angekündigt, möchte ich euch heute ein Buch vorstellen.
Ich habe in den Ferien den Debütroman der spanischen Schriftstellerin Ángeles Donate gelesen, der mir gut gefallen hat. Für mich war es die perfekte, leichte Sommerlektüre. Aber man kann den Roman natürlich auch im Herbst oder Winter lesen ;-))
Schon das Cover mit der Radfahrerin im grünen Kleid machte mich neugierig.
Schauplatz des Romans "Der schönste Grund, Briefe zu schreiben" ist Porvenir, ein Dorf irgendwo in den Bergen von Spanien. Das kleine Postamt soll bald geschlossen werden, weil kaum noch jemand Briefe schreibt. Die Postbotin Sara wird dann nach Madrid versetzt werden.
Ihre alte Nachbarin und Freundin Rosa hat aber eine Idee, wie Saras Stelle gerettet werden kann. Sie startet eine Briefkette, die den Schriftverkehr in Porvenir wieder aufleben lassen soll.
Das Briefaufkommen steigt wirklich, denn die unterschiedlichsten Leute beteiligen sich. Anonym, das ist die Bedingung, schreiben sie lange Briefe an Einwohner von Porvenir.
Als Leser erhält man Einblicke in ihre Lebensgeschichten. Geheimnisse werden verraten, einer schreibt einen Brief an seinen demenzkranken Vater, ... Auch zwei Liebesgeschichten sind in die Rahmenhandlung eingebunden. Also alles dabei :-))
Jedes Kapitel des Buches beginnt nicht nur mit einer Überschrift, sondern auch mit einem Zitat einer (mehr oder weniger) berühmten Persönlichkeit. Zwei Beispiele:
  "Du fragst mich, warum ich Reis und Blumen kaufe? 
Ich kaufe Reis,
 um zu leben und Blumen, um etwas zu haben, 
für das es sich zu leben lohnt." (Konfuzius)
oder
"Der beste Tag, um glücklich zu sein, ist heute.  
Alles, was wir auf später verschieben, 
werden wir vielleicht nicht mehr erleben.“ 
Mein Fazit:
Der Titel des Romans ist perfekt gewählt, denn er trifft den Inhalt genau.
Die Geschichte verläuft sehr ruhig, aber mir wurde beim Lesen nie langweilig.
Es ist ein "Harmoniebuch": alles läuft glatt, die Dinge fügen sich fast von allein zum Guten. Dass die Handlung nicht wirklich realistisch ist, hat mich überhaupt nicht gestört.
Das Buch bekommt einen Platz in meinem Regal , und ich werde bestimmt mal darin blättern und einige Zitate nachlesen.
Zwei Lesezeichen habe ich genäht.
Sie sind für mich immer ein kleines Mitbringsel, wenn ich ein Buch verschenke. Beim linken habe ich mal 2 Webekanten verarbeitet.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag. Macht es euch fein.
Beate

Mittwoch, 27. Januar 2016

Buch des Monats Januar

Auch 2016 gibt es bei Nicole/niwibo wieder die schöne Aktion "Buch des Monats".



Heute stelle ich euch mal eine ganz andere Lektüre vor als ihr sonst von mir gewohnt seid.


David Safier ist bekannt für seine lustigen Bücher mit seinen schrägen Einfällen. 
Noch genau erinnere ich mich an "Mieses Karma“, „Jesus liebt mich“ oder „Plötzlich Shakespeare“.

"28 Tage lang" ist nicht lustig. Safier beschreibt hier die Grausamkeiten im Warschauer Ghetto 1943.





Mira, die Protagonistin, bringt sich, ihre Mutter und ihre kleine Schwester Hannah durch den harten Alltag, indem sie unter Einsatz ihres Lebens Essen schmuggelt.
Doch von Tag zu Tag wird es schwerer an Essen zu kommen und Gerüchte gehen um, dass die Nazis bald alle Juden in den Osten transportieren werden. Mira schließt sich dem Widerstand an. Der Ghettoaufstand hat keine Chance, kann aber der Übermacht der SS 28 Tage lang trotzen.

Safier schreibt den Roman aus der Sicht eines 16-jährigen Mädchens. Mira ist eine tapfere Kämpferin, aber sie hat auch ganz normale Jungmädchengedanken durch ihre Zuneigung zu zwei sehr unterschiedlichen jungen Männern.
Taschenbuch          416 Seiten        Verlag:rororo       9,99 €
Mein Fazit:
Das Buch ist keine leichte Kost und nicht als Bettlektüre geeignet. Es läßt sich schnell lesen und es hat mich sehr berührt. Beim Lesen habe ich immer gehofft, dass alle überleben.
Safier hat sich nah an die tatsächlichen Ereignisse im Ghetto gehalten, aber Mira, ihre Familie und Freunde sind fiktive Personen. Echte historische Personen, wie der Schriftsteller und Waisenhausdirektor Janusz Korczak und der Vorsitzenden des Judenrates Adam Czerniakow kommen auch vor. Da ich die historisch überlieferten Ereignisse (mehr oder weniger gut) kenne, ist der Roman  für mich auch geschichtlich interessant. 
Die Handlung wird dadurch  noch eindringlicher und erschüttender und ich bin wieder schockiert über die perfiden Grausamkeiten und Gräueltaten der NS-Zeit.
Ich möchte euch das Buch sehr empfehlen.

Zum Schluss noch etwas Genähtes aus Filz:
Einkaufswagen-Chip-Täschchen kann man immer gebrauchen. Griffbereit am Schlüsselbund muss man dann nicht mehr nach der 1 €-Münze suchen.
Die Täschchen sind im Handumdrehen genäht und entstehen so nebenbei. 
Mein Prototyp ist allerdings etwas klein geraten, in etwas größerem Format  kann man den Chip leichter herausholen.  
Die beiden größeren habe ich schon verschenkt, das kleinere muss ich selbst behalten ;-)















Lieben Dank für eure netten, anerkennenden Worte in den vielen Kommentaren. Auch meine neuen Leserinnen begrüße ich ganz, ganz herzlich.
Ich hoffe, dass ihr alle weiterhin gerne bei mir mitlest und eure Meinung sagt.

Herzliche Grüße und eine schöne Woche wünscht euch allen
Beate

Mittwoch, 25. November 2015

Buch des Monats November

Sucht ihr noch eine Buchgeschenk-Idee für Weihnachten oder möchtet ihr selbst mal wieder ein unterhaltsames Buch lesen? Dann gefällt euch vielleicht mein Buchtipp des Monats November, mit dem ich mich auch wieder an Nicoles schöner Aktion beteilige.
"Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion ist ein - etwas anderer - Liebesroman.
Der Protagonist Don Tillmann ist 39 Jahre alt und ein außergewöhnlicher Mensch mit autistischen Zügen.
Nichts wird dem Zufall überlassen, da unvorhergesehene Situationen ihn überfordern.
Seine Kleidung, seinen Speise-Wochenplan, seine Einkäufe, alles ist perfekt organisiert. „Ich trinke niemals Kaffee nach 15:48 Uhr. Es würde meinen Schlaf beeinträchtigen."
Um sich gesund zu ernähren und gleichzeitig Zeit und kognitive Ressourcen zu sparen, kocht er jede Woche die gleichen Mahlzeiten. Dinge, die unproduktiv oder nicht effektiv sind, streicht er aus dem Terminkalender.
Der Genetik-Professor Tillmann kann Gefühle und Emotionen zwar analysieren, aber leider nicht selber ausdrücken. Im Umgang mit anderen Menschen hat Don Probleme; er hat nur zwei Freunde. Natürlich möchte er gerne eine Partnerin haben, aber er hat es noch nie über ein erstes Date hinaus geschafft.

Don Tillman findet sein Alleinsein unbefriedigend und beschließt zu heiraten. Er beginnt sein Ehefrauen-Projekt. Mit einem 16-seitigen Fragebogen möchte er alle unpassenden Frauen schon vor dem ersten Date aussieben und endlich die perfekte Frau finden - eine, die u.a. gerne Fahrrad fährt, nicht an Horoskope glaubt, nicht raucht, nicht trinkt, nicht unpünktlich oder Veganerin ist. Doch dann trifft er Rosie – Barkeeperin, Raucherin und die Unpünktlichkeit in Person.Trotzdem weckt Rosie sein Interesse als Genetiker, denn sie sucht ihren leiblichen Vater. Don beschließt, ihr zu helfen, jedoch gerät damit sein bisheriges, durchgeplantes Leben aus den Fugen ... 

Der Australier Graeme Simsion
war ursprünglich IT-Spezialist
und schreibt heute Romane.
Sein Debütroman "Das Rosie-Projekt"
wurde ein Bestseller.
Erscheinungsjahr: Dezember 2013
TB 9,99€


Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben. Dem Autor Graeme Simsion gelingt es dadurch, den Leser Dons Logik, die der von „normalen“ Menschen ziemlich fremd ist, verstehen und nachvollziehen zu lassen. Man denkt während des Lesens immer mal wieder darüber nach, was denn „normal“ ist. "Das Rosie Projekt" ist damit auch ein Plädoyer für Toleranz. Wie Don in seinem Vortrag sagt: „Das Asperger-Syndrom ist kein Defekt! Es ist eine Variante des Möglichen - vielleicht sogar ein erheblicher Vorteil. Das Asperger-Syndrom ist mit hoher Konzentrations- und Organisationsfähigkeit, innovativer Denkweise und rationaler Distanziertheit verbunden".
Ich persönlich habe noch nie einen Roman mit einer solchen Hauptfigur gelesen. Neu und witzig!
(Anmerkung: Im wahren Leben ist Autismus aber alles andere als witzig und im Roman werden die problematischen Bereiche ausgeklammert. Aber ich sehe das Buch nicht als Wissensquelle über Autismus, sondern möchte einen unterhaltsamen Roman lesen.)
"Das Rosie-Projekt"ließ mich das eine oder andere Mal schmunzeln, aber brachte mich doch auch zum Nachdenken.

Mein Fazit: Schmökerempfehlung.
         

P.S.: Es gibt eine Fortsetzung. Im "Rosie-Effekt" wird die Geschichte von Rosie und Don weitererzählt. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden weitergeht und werde mir das Buch auch besorgen (Erstveröffentlichung: September 2014).

Entdeckt ihr die kleine Schildkröte, die man fürs Reinigen von Bildschirmen von PCs, Tablets, Ebook Readern benutzen kann? Im Sommer habe ich sie schon auf mehreren Blogs entdeckt. Ist sie nicht putzig? Außerdem ist sie praktisch, denn Staub und Fingerabdrücke gibt es auf dem Bildschirm ja immer :-)
Die Anleitung habe ich von hier.

Herzliche Grüße
Beate 

Dienstag, 18. August 2015

Buch des Monats August

Bei Nicole gibt es auch diesen Monat wieder interessante Buchvorstellungen.
Mein Lesetipp im August ist ein neuer Roman von Lucinda Riley, der irischen Bestsellerautorin:
Als ich beim Stöbern in der Buchhandlung hörte, dass dieses Buch den Auftakt einer Reihe bildet und noch sechs weitere Bände folgen sollen, war ich zunäschst skeptisch, ob ich so eine lange Reihe wirklich beginnen will.
Gekauft habe ich es dann doch. Das wunderschöne Cover verleitet auch dazu, findet ihr nicht ...
Und dann habe ich das Buch "verschlungen" und kann jetzt den zweiten Band kaum erwarten  :-))


 
Hardcover   19,99 €
544 Seiten
Goldmann Verlag
ISBN 978-3-442-31394-5
Erscheinungsdatum 2015









Zum Inhalt:
Zu Beginn der Geschichte lernt man die sechs Schwestern kennen, die aufgrund des Todes ihres Adoptivvaters nach Atlantis zurückkehren.Sie verbringen nur eine kurze Zeit zusammen, doch es wird klar, dass sie völlig unterschiedliche Persönlichkeiten sind.
Alle sind von ihrem Vater adoptiert worden und stammen aus unterschiedlichen Teilen der Erde. 
Jeder Adoptivtochter hat Pa Salt Hinweise auf ihre Herkunft hinterlassen, denen sie folgen können, wenn sie dies möchten.
Band 1 fokussiert sich auf Maia, die älteste Tochter.
Nach kurzem Zögern folgt sie den Hinweisen nach Rio de Janeiro.
Hier beginnt sie mit ihrer Recherche und erfährt, dass ihre Vorfahren dort im vorigen Jahrhundert eine wichtige Rolle gespielt haben. Maia entdeckt die Geschichte ihrer Urgroßmutter Izabela, die sich zwischen Liebe und Familie, zwischen Loyalität und Leidenschaft entscheiden musste.
Um die Leserin auch an dieser Izabelas Geschichte hautnah teilhaben zu lassen, springt die Erzählung für lange Zeit in die Vergangenheit und lässt das Rio der 1920er Jahre lebendig werden.
(Mehr zum Inhalt verrate ich hier nicht --- vielleicht habt ihr ja  Lust bekommen, es auch zu lesen)


Fazit:
"Die sieben Schwestern" ist kein Geschichtsbuch. Es handelt sich um eine große, dramatische Liebesgeschichte und man begleitet die beiden Frauen aus unterschiedlichen Epochen auf ihrer emotionalen Reise.
Überhaupt hat mich die Vergangenheit sehr interessiert.
Spannend, wie  Lucinda Riley zwei historische Persönlichkeiten in die Handlung eingebunden hat:
Heitor das Silva Costa ist der brasilianische Bauingenieur, auf dessen Entwürfe die Christus-Statue zurückgeht. Paul Landowski ist der französische Bildhauer, der in seinem Atelier die Modelle für den Kopf und die Hände angefertigt hat. 
Die Geschichte hat mich total in ihren Bann gezogen und ich habe bei Wikipedia nachlesen, ob alles Gelesenes auch mit der Historie zu tun hat. Immer, wenn ich in Zukunft den Cristo Redentor sehen werde, werde ich mich an das Buch erinnern.
Buch-Tipps
Maias Geschichte finde ich von Lucinda Riley unglaublich spannend und faszinierend erzählt.
Ich lernte etwas über Brasilien, Paris und den Genfer See – schön in der Ferienzeit von fernen Ländern zu lesen :-))


Neugierig bin ich schon heute auf den zweiten Band, der von der zweitältesten Schwester Ally handeln wird.






Von mir also 5 Sterne ***** !




Mein erster Probe-Handquilt aus dem letzten Post ist ein MugRug geworden.







Herzliche Grüße und bis demnächst!
Beate

Dienstag, 21. Juli 2015

Urlaubslektüre-Tipp

Morgen gibt es auch in Niedersachsen endlich Sommerferien. *freu, freu, freu*
Sicherlich ist noch einiges aufzuräumen, zu erledigen, ..., aber es ist auch Zeit, um auszuruhen, zu entspannen und ein schönes Buch zu lesen.
Möchtet ihr einen Urlaubslektüre-Tipp?
Randi Crott (geb.1951) ist Tochter einer Norwegerin und eines Deutschen.
Erst als 18-jährige erfährt sie von ihrer Mutter Lillian, dass sie väterlicherseits jüdische Wurzeln hat und ihre Familie im Konzentrationslager ums Leben kam. Ihr Vater galt im Dritten Reich als Halbjude, konnte aber durch seinen Dienst in der Wehmacht seine Herkunft verschleiern.
Helmut Crott wollte nie über seine Vergangenheit sprechen, aber Randis Mutter erzählte ihr 1969 alles, gegen den erklärten Willen des Vaters. Gleischzeitig beschwor sie sie: "Erzähl es niemandem".
Erst 2009 nach dem Tod des Vaters begann Randi Crott gemeinsam mit ihrer Mutter
Lillian Crott Berthung die Geschichte ihrer Familie zu erforschen und aufzuschreiben.





288 Seiten
Taschenbuchausgabe 9,99 €
Dumont Buchverlag, 2012
ISBN 978-3-8321-9230-6









Im Roman geht es um die Zeit von 1949 bis 2012.
Randi Crott hat die Liebesgeschichte ihrer Eltern rekonstruiert, die unter den allerschwersten Bedingungen um ihre Liebe kämpfen mussten.
Eigentlich ist das Buch für mich aber kein herkömmlicher Roman, sondern eine Zusammenfügung von Erinnerungen. Mal ist ein Brief von damals abgedruckt, dann geht es um Zeitgeschehen der Besetzung Norwegens durch die Deutschen im 2. Weltkrieg und dann auch um Erinnerungen der Liebe, die Lillian von damals hat.
"Erzähl es niemandem" ist es eine ergreifende Lebensgeschichte. Trotzdem ist es m.E. nicht nur ein Buch für Frauen.
Mich hat der Roman tief berührt, er ist spannend und interessant geschrieben. Bisher wusste ich wenig über die deutsche Besetzung Norwegens.
Eigentlich mochte ich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen.




Mit meinem Buchtipp gehe ich auch wieder zu
Nicoles schöner Aktion "Buch des Monats".
Dort findet ihr viele weitere Leseempfehlungen.
Dann möchte ich euch noch dieses kleine Utensilo zeigen.
Ich werde es mit einem Blümchen drin verschenken, aber genauso gut passt auch Süßes, ... hinein. Ein schnelles, hübsches Geschenk, oder?
Ich wünsche euch allen schöne Sommertage. Bis demnächst!
Beate

Freitag, 23. Januar 2015

Schmöker lesen am Flower Friday?







Nicole hat auch 2015 zum monatlichen Buchvorstellen aufgerufen und ich bin heute gerne wieder dabei.

Laut Herrn Duden ist ein Schmöker ein "dickeres, inhaltlich weniger anspruchsvolles Buch, das die Lesenden oft in besonderer Weise fesselt". Genauso ging es mir mit diesem Buch.
Zum Inhalt:
Buch-TippsDer Roman "Ein letzter Tanz“ erstreckt sich über die Zeitspanne von 1917 bis 1974.  Judith Lennox beschreibt das Schicksal der beiden, sehr unterschiedlichen Schwestern, die denselben Mann lieben. Camilla hat eine Liason mit ihm und Esme heiratet er nach dem Krieg schließlich. Doch keiner wird glücklich in dieser Dreiecksgeschichte und noch ihre Kinder leiden unter den Folgen der unglücklichen Liebesbeziehung.  

Die britische Schriftstellerin Judith Lennox (geb. 1953) lässt geschichtliche Hintergründe einfließen. Sie führt dem Leser vor Augen, wie die Handlungen der Menschen, die die beiden Weltkriege erlebt haben, durch diese geprägt sind. Die Lebensgeschichte der Protagonistin Esme ist ereignisreich und anrührend. Nicht immer läuft alles so, wie man es sich für sie und ihre Familie gewünscht hätte und viele Fehler mit weitreichenden Konsequenzen wurden begangen.

 Mein Fazit:
" Ein letzter Tanz " gelesen zu haben, hat mir Spaß gemacht. Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen. Ich konnte in den Roman eintauchen und hatte viele Bilder im Kopf, die mir die Geschichte gut vor Augen führten.
Einen "Schmöker" lese ich  immer mal wieder gerne. Schon beim Kauf wusste ich, dass mich nichts "hoch Literarisches" erwartet.
Klar, das Buch ist Geschmacksache; nicht jedem gefallen Bücher, in denen es um Liebe, Hass, Intrigen, Schicksal, ... geht. 
Ich kann diesen Roman allen empfehlen, die gern Familiengeschichten mit historischem Hintergund lesen und gute Unterhaltung suchen.
Ein letzter Tanz


585Seiten
Pendo Verlag
ISBN 978-3-86612-295-6
19,99 €









Zum Schluss muss ich euch unbedingt noch meine momentane Tischdeko zeigen.
Die Blümchen kommen alle aus meinem Garten.  Bevor es am Montag frostig wurde, habe ich noch schnell meine letzten blühenden Rosen (!) abgeschnitten. Schleifenblümchen, fast blühendes Geißblatt und eine Christrose dazu ... fertig ist ein kleines Sträußchen.





                   Erstaunlich im Januar, oder???







Damit gehe ich virtuell zu Holunderblütchen, wo sich noch eine ganze Menge weiterer Blumensträuße eingefunden haben.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende. Ich werd' es haben, denn wir bekommen wieder vierbeinigen Familienzuwachs.*freu, freu*

Herzliche Grüße!
Beate

Donnerstag, 20. November 2014

Mein Buchtipp im November

Habt ihr Lust, einen spannenden Frauenroman zu lesen oder sucht ihr einen Geschenktipp für Weihnachten?
Dann möchte ich euch das Buch "Der Apfelsammler" von Anja Jonuleit empfehlen.

Zunächst hat mich wieder das Buchcover neugierig gemacht.

Der Apfelsammler


2014 Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-423-26017-6






Die Landschaft erinnert an Italien-Urlaube.
Tatsächlich spielt das Buch zumeist in Süditalien; Elisabeth und Hannah sind die Hauptfiguren des Romans.

Das Buch ist in zwei Erzählstränge unterteilt:
Der eine spielt in der Gegenwart und erzählt von der jungen Journalistin Hannah. Sie hat gerade eine Beziehung beendet und reist nach dem Tod ihrer Tante Eli nach Italien, denn diese hat ihr ein kleines Haus vererbt. Beim Aufräumen findet sie Briefe und beginnt diese zu lesen. In dem kleinen italienischen Dorf kennt jeder jeden, doch Hannah merkt schnell, dass sie nicht bei allen Dorfbewohnern willkommen ist. Hannah lernt einen Mann kennen, dessen Leidenschaft das Züchten alter Apfelsorten ist.
Der zweite Erzählstrang besteht aus Brieffragmenten, die Elisabeth verfasst hat und spielt in den 60iger Jahren. Eli begegnet ihrer ersten und größten Liebe, einem italienischen Gastarbeiter.

Mehr möchte ich vom Inhalt hier nicht verraten, sonst ist es für euch nicht mehr spannend ;-)

Anja Jonuleit schafft es, das Leben und seine Verstrickungen spannend zu erzählen.
Die beiden Erzählstränge wechseln sich ab. Sie sind in der Ich-Form geschrieben, die durch die Überschriften „Hannah“ bzw. „Elisabeth“ sowie unterschiedliche Schriftarten aber jeweils leicht zuzuordnen sind.
Durch die Ich-Perspektive hatte ich das Gefühl, sehr nahe am Geschehen zu sein.
Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz, so dass ich immer dazu verleitet wurde, es jeweils zu Ende zu lesen bzw. gerade noch eines von der anderen Protagonistin zu lesen. Am liebsten hätte ich das Buch gar nicht aus der Hand gelegt.
Auf den letzten Seiten des Buches laufen die beiden Handlungsebenen aufeinander zu. Das Ende bleibt aber zum Teil offen, so dass sich der Leser seine eigenen Gedanken machen kann, wie es in Hannahs Leben weitergehen wird.
Der Apfelsammler ist mein erstes Buch von Anja Jonuleit. Es wird aber nicht das letzte sein.




Mit meinem Buchtipp gehe ich jetzt wieder zu Nicole. Sie sammelt unsere            Buchempfehlungen.






Zu guter Letzt zeige ich euch noch eine Geburtstags-AMC, die ich gestern genäht habe und die hoffentlich ein wenig Freude bereiten wird.
Ich wollte mal wieder mit meiner Nähmaschine filzen und für kleine Teile eignet sich das Nadel-Punch-Zubehörset gut.

Ihr Lieben, ich wünsche euch schon heute ein gemütliches Wochenende. Bei uns war es heute Nachmittag noch einmal so richtig schön sonnig.

Beate

Sonntag, 19. Oktober 2014

Mein Buchtipp im Oktober

Bei Nicole kann man auch im Oktober wieder sein “Buch des Monats” vorstellen. Ich möchte mich  mit dem Roman "Klack" von Klaus Modick beteiligen.
Modick wurde 1951 in Oldenburg geboren. Er studierte Germanistik, Geschichte und Pädagogik und arbeitete in verschiedenen Berufen, u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller.

Zum Inhalt:
Der Ich-Erzähler Markus findet beim Aufräumen auf dem Dachboden alte, matt gewordenen Fotos, die er als 15-jähriger mit seiner Kamera "Agfa Klack" gemacht hatte. Teilweise sind es unscharfe, verwackelte und für Außenstehende völlig nichtssagende Bilder. Bei Markus aber werden Erinnerungen wieder lebendig , als er die Fotos betrachtet.

Anhand der Fotos erzählt Klaus Modick von Markus, der sich in Clarissa, die Tochter des Nachbarn und Eisdielenbesitzers Herrn Tinotti verliebt. Der Leser macht eine Zeitreise durch die 1960-er Jahre: Man kaufte sich einen Fernseher, sah die Tagesschau mit Karl-Heinz-Köpke. Die Familie hortete Lebensmitteln in Dosen im Keller, um bei einem eventuellen Krieg nicht hungern zu müssen.Markus' Oma, die die Ansichten vieler der damaligen Zeit teilt, ist misstrauisch gegenüber Italienern, denen sie nicht über den Weg traut und die sie als „Spaghettifresser“ bezeichnet. Modick erzählt von Vätern und ihren Kriegserlebnissen in Rußland, Mauerbau und Kubakrise. Die Mutter bereitet sonntags im Dralonkitteln falschen Hasen mit Leipziger Allerlei zu. Der pubertäre Markus beobachtet die Raupenbahn auf dem Jahrmarkt, wo sich bei laufender Fahrt eine grüne Plane über die Wagen senkt und die Fahrgäste vor den Blicken der anderen verbirgt...  


Mein Fazit:
Die schriftstellerische Idee, mit Fotos zu erklären, welche Gedanken Markus durch den Kopf gehen, finde ich interessant.
Das Buch lässt sich leicht lesen. Vielleicht ist es in gewisser Weise auch ein Jugendbuch, da Modick Probleme des Erwachsenwerdens thematisiert. Für mich unterhaltsamer ist aber der Rückblick auf politischen Ereignisse, technische Neuerungen und Ansichten, die man in den 1960er-Jahren hatte. 
In meinem Kopf entstanden Bilder und während ich las, dachte ich manchmal: „Ja, so war es damals".
Klack
                                                         


Verlag: Kiepenhauer & Wisch
                                                    
Erscheinungsdatum: 14. Februar 2013
                                                                    
ISBN-Nummer: 978-3462045154
                                                                   
Preis:17,99 €.






Das Wetter war gestern so schön, da habe ich bei Sonnenschein die Äpfel vom Baum geplückt. In diesem Jahr muss ich mir über ihre richtige Lagerung keine Sorgen machen, war die Ernte doch nur ganz klein... Auch Vögel haben unsere leckeren Äpfel im Garten entdeckt...






Ein wenig bin ich mit meinem Tischläufer-Projekt weiter gekommen, aber fertig ist er noch lange nicht.



Einen schönen erholsamen Sonntag wünscht allen im Bloggerland
Beate

Samstag, 16. August 2014

Mein Buchtipp im August

Leider ist das Wetter nicht mehr ganz so beständig , aber bei uns lässt sich heute die Sonne doch schon seit ein paar Stunden sehen.
In einigen Bundesländern sind noch Ferien und für mich ist Urlaubszeit auch Lesezeit. Deshalb möchte ich heute mal wieder an Nicoles Aktion "Buch des Monats" teilnehmen.
Geht es euch auch manchmal so, dass euch schon das Titelbild eines Buches anspricht?
Als Patchworkerin kenne ich den VW-Bulli-Motiv-Stoff.
Mein Buchtipp ist diesmal typische "Frauenlektüre".

Klappentext:
Ciao Bella - hier wartet das Glück!
Laura, Margot und Sabine haben eines gemeinsam: gute Gründe, dem Alltag für einige Zeit zu entfliehen! Und sie alle haben dasselbe Ziel: Bella Italia. Als sie einander zufällig auf dem Weg nach Süden begegnen, beschließen sie spontan, zusammen weiterzufahren. In Margots klappriges kleines Auto gequetscht beginnt eine abenteuerliche, chaotische Reise, bei der die drei vor einem privaten Ermittler flüchten, ein Verbrechen aufklären, sich mit Liebesdingen herumschlagen und noch viele andere Turbulenzen gemeinsam überstehen. Doch am Ende haben sie auf ihrer Suche nach dem Glück das Wichtigste im Leben gefunden: Freundschaft!
Das Buch lässt sich leicht lesen. Es bietet von allem etwas, ein bisschen Kriminalgeschichte und manchmal Lustiges, Komisches oder Nachdenkliches. Das Trio macht eine chaotische Reise, der Spannungsbogen wird immer wieder durch verschiedene Vorfälle aufrechterhalten.
Dorothea Böhne hat einen lockeren Schreibstil. Es hat mir Spaß gemacht, den Reiseerlebnissen der Frauen zu folgen und ich wollte unbedingt wissen, was die drei Frauen noch alles erwartet. Allerdings fand ich das Ende dann doch ein wenig überzogen.

Trotzdem, wenn ihr unterhaltsame Lektüre sucht, dieses Buch kann ich euch empfehlen.

Ich liebe Hortensien und so habe ich mal wieder eine Blüte für die Vase abgeschnitten.
Gerne möchte ich die Blüten ganz lange erhalten, auch getrocknet finde ich sie im Herbst schön. Nur leider verlieren sie immer ihre Farbe. Sind sie im frischen Zustand noch pinkfarben, so verblassen sie bei mir getrocknet zu altrosa.Vor Kurzem habe ich von der Konservierung mit Glycerinwasser gelesen. Hat es jemand schon mal gemacht? Ich will es mal ausprobieren. Dazu habe ich eine Lösung aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Glycerin aus der Apotheke angerührt. In dieses Gemisch habe ich die Hortensien gestellt. Nach Auskunft der Pflanzenexperten im Internet basiert der Trick darauf, dass die Hortensie das Glycerinwasser aufnimmt, es bis in die Blüten transportiert und dort in den Zellen einlagert. Das Wasser verdunstet, das Glycerin bleibt aber in der Blüte erhalten und konserviert sie. Die Blüten sollen sich weich und geschmeidig anfühlen und die Farbe soll erstaunlich gut erhalten bleiben.
Mal schauen, ob es klappt. Ich werde hier berichten.

Herzliche Grüße! 
Beate


Mittwoch, 19. Februar 2014

Mein Buchtipp im Februar

Ich möchte heute das erste Mal an Nicoles Aktion "Buch des Monats" teilnehmen.
Jeder kann einmal im Monat ein Buch vorstellen und hier kommt mein Tipp:
Anne Gesthuysen schreibt in ihrem ersten Roman "Wir sind doch Schwestern" die Geschichte ihrer drei Großtanten auf. Sie beruft sich dabei auf alte, im Familienbesitz befindliche Dokumente, auf mündliche Überlieferungen aus der Verwandschaft sowie auf  ihre eigenen Erinnerungen.

Die drei betagten Schwestern sind zusammen 282 Jahre alt. 
Katty räumt ein Zimmer auf, weil ihre Schwestern erwartet werden, denn der 100. Geburtstag ihrer ältesten Schwester Gertrud steht an. Dabei entdeckt sie einen alten Ordner, den sie eigentlich schon vor langer Zeit vernichten sollte. Erinnerungen tauchen auf.

Im Roman gibt es stetig Rückblenden von den Geburtstagsvorbereitungen in das vergangene 20. Jahrhundert, was aber den Lesefluss m.E. nicht stört. Anne Gesthuysen lässt Ereignisse während der Kriegs- und Nachkriegszeit lebendig werden. Der damals herrschenden Moral mussten die drei Frauen ihr persönliches Glück unterordnen.

Das Buch ist leicht und schnell zu lesen.Wer gerne häufiger mal schmunzelt, aber auch Nachdenkenswertes braucht, dem sei das Lesen empfohlen.

Aber ich möchte heute nicht nur einen Buchtipp loswerden. Ganz schnell zeige ich noch mein neuestes Projekt, das ich gestern angefangen habe:




Es soll ein richtig großes Tuch werden; mal schauen, wie lange das Stricken dauern wird.
Nur -  "so nebenbei" stricken kann ich es nicht, die Muster erfordern bei mir Konzentation.
 

 



Herzliche Grüße
Beate