Mittwoch, 27. Januar 2016

Buch des Monats Januar

Auch 2016 gibt es bei Nicole/niwibo wieder die schöne Aktion "Buch des Monats".



Heute stelle ich euch mal eine ganz andere Lektüre vor als ihr sonst von mir gewohnt seid.


David Safier ist bekannt für seine lustigen Bücher mit seinen schrägen Einfällen. 
Noch genau erinnere ich mich an "Mieses Karma“, „Jesus liebt mich“ oder „Plötzlich Shakespeare“.

"28 Tage lang" ist nicht lustig. Safier beschreibt hier die Grausamkeiten im Warschauer Ghetto 1943.





Mira, die Protagonistin, bringt sich, ihre Mutter und ihre kleine Schwester Hannah durch den harten Alltag, indem sie unter Einsatz ihres Lebens Essen schmuggelt.
Doch von Tag zu Tag wird es schwerer an Essen zu kommen und Gerüchte gehen um, dass die Nazis bald alle Juden in den Osten transportieren werden. Mira schließt sich dem Widerstand an. Der Ghettoaufstand hat keine Chance, kann aber der Übermacht der SS 28 Tage lang trotzen.

Safier schreibt den Roman aus der Sicht eines 16-jährigen Mädchens. Mira ist eine tapfere Kämpferin, aber sie hat auch ganz normale Jungmädchengedanken durch ihre Zuneigung zu zwei sehr unterschiedlichen jungen Männern.
Taschenbuch          416 Seiten        Verlag:rororo       9,99 €
Mein Fazit:
Das Buch ist keine leichte Kost und nicht als Bettlektüre geeignet. Es läßt sich schnell lesen und es hat mich sehr berührt. Beim Lesen habe ich immer gehofft, dass alle überleben.
Safier hat sich nah an die tatsächlichen Ereignisse im Ghetto gehalten, aber Mira, ihre Familie und Freunde sind fiktive Personen. Echte historische Personen, wie der Schriftsteller und Waisenhausdirektor Janusz Korczak und der Vorsitzenden des Judenrates Adam Czerniakow kommen auch vor. Da ich die historisch überlieferten Ereignisse (mehr oder weniger gut) kenne, ist der Roman  für mich auch geschichtlich interessant. 
Die Handlung wird dadurch  noch eindringlicher und erschüttender und ich bin wieder schockiert über die perfiden Grausamkeiten und Gräueltaten der NS-Zeit.
Ich möchte euch das Buch sehr empfehlen.

Zum Schluss noch etwas Genähtes aus Filz:
Einkaufswagen-Chip-Täschchen kann man immer gebrauchen. Griffbereit am Schlüsselbund muss man dann nicht mehr nach der 1 €-Münze suchen.
Die Täschchen sind im Handumdrehen genäht und entstehen so nebenbei. 
Mein Prototyp ist allerdings etwas klein geraten, in etwas größerem Format  kann man den Chip leichter herausholen.  
Die beiden größeren habe ich schon verschenkt, das kleinere muss ich selbst behalten ;-)















Lieben Dank für eure netten, anerkennenden Worte in den vielen Kommentaren. Auch meine neuen Leserinnen begrüße ich ganz, ganz herzlich.
Ich hoffe, dass ihr alle weiterhin gerne bei mir mitlest und eure Meinung sagt.

Herzliche Grüße und eine schöne Woche wünscht euch allen
Beate

Kommentare:

  1. Liebe Beate,
    das ist ein Buch, welches auch auf meiner Liste steht. Jetzt werde ich es wohl gleich mal bestellen.
    Denn Du hast es so gut beschrieben, man möchte gleich anfangen zu lesen.
    Danke, dass Du auch dieses Jahr wieder mitmachst.
    Und die kleinen Münz-Täschchen finde ich ja niedlich. So hört endlich die lästige Suche nach dem Euro auf.
    Ganz liebe Grüße
    Nicole

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  2. Die Chipstäschchen sind ja mal niedlich, tolle Idee Beate.
    Liebe Grüßle,
    Sylvia

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  3. Das Buch kommt direkt auf meinen Kindle, dankeschön!

    Nana

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  4. Liebe Beate,
    das Buch klingt lesenswert.
    Falle schön für die Vorstellung.
    Liebe Grüße Marle mit Hamlet

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